Hochzeit im Englischen Garten München – vom Siegestor bis zum Aumeister
Diese Hochzeit führte vom Paarshooting in der Münchner Innenstadt über die kirchliche Trauung in St. Joseph bis zur Feier im Aumeister im Englischen Garten.
Vor jeder großen Hochzeit treffe ich mich mit dem Paar auf „Pizza und Spezi“. So lernen wir uns kennen und sprechen über euch und euren großen Tag.
Dabei geht es natürlich auch um den Ablauf eures Hochzeitstages und um die Dinge, die euch besonders wichtig sind. In welche Details ist besonders viel Liebe geflossen? Habt ihr die Deko selbst gebastelt oder gekauft? Ist die Torte von einem Freund oder vom Konditor? Gibt es etwas über eure Gäste, das ich wissen sollte? Ist eure Oma zum Beispiel nicht gut zu Fuß? Oder gibt es jemanden, der auf Fotos oft ernst schaut?
Und ganz nebenbei erfahre ich eine Menge über euch als Paar: Was liebt ihr besonders aneinander? Hat dein Partner den geilsten Hintern, die schönsten Augen – oder beides? Was für einen Humor habt ihr? Mögt ihr Schwarz-Weiß-Bilder? Wollt ihr beim Paarshooting lieber etwas angeleitet werden oder gefallen euch natürliche Bilder aus der Bewegung besser? Gibt es Bildideen, auf die ihr richtig Lust habt – oder irgendetwas, worauf ihr gar keinen Bock habt?
Kurz gesagt: Wir lernen uns erst einmal richtig kennen. Denn wie soll ich eure Persönlichkeit in euren Bildern zeigen, wenn ich euch gar nicht kenne?
So war es auch bei diesem Brautpaar: Als echte Münchner wünschten sich die beiden urbane Hochzeitsmotive. Bei schönem Wetter trafen wir uns an der Akademie der Bildenden Künste. Von dort sollte es über das Siegestor bis zum FLUX an der Pinakothek der Moderne gehen. Die kurzen Wege ließen uns Zeit für verschiedene Motive und spontane Ideen – zum Beispiel den Abstecher in die Alte Pinakothek.
Besonders wichtig war den beiden, das Paarshooting vor der kirchlichen Trauung abzuschließen. So konnten sie den restlichen Tag entspannt mit Freunden und Familie verbringen.
Ihr plant ebenfalls eure Hochzeit in München? Auf meiner Seite zur Hochzeitsfotografie in München findet ihr alle Informationen zur ganztägigen Begleitung.
11:00 – City-Shooting: Siegestor → Alte Pinakothek → FLUX
Verabredet hatten wir uns an der Akademie der Bildenden Künste.
Ich starte ein Paarshooting gerne mit etwas Einfachem wie Hand-in-Hand-Laufen. Das nimmt am Anfang schnell die Anspannung heraus. Die meisten Paare stehen schließlich nicht jedes Wochenende gemeinsam vor einer Kamera.
Hochzeitsfotos am Siegestor
Von der Akademie der Bildenden Künste ging es zu Fuß weiter zum Siegestor. Das nutzten wir als Hintergrund für typische Münchner Paarbilder. Der Publikumsverkehr machte das nicht ganz einfach. In der Bildbearbeitung konnte ich einzelne Personen und störende Verkehrsschilder nachträglich entfernen – so blieb der Blick auf das Paar und das Siegestor gerichtet.
Auf der anderen Seite des Siegestors machten wir an den gebogenen Bänken eine kurze Pause und fotografierten ein paar Gruppenbilder mit dem Vater der Braut und der Trauzeugin. Dabei entstanden neben den angeleiteten Aufnahmen auch kleine Interaktionen zwischen den beiden, der Trauzeugin und dem Vater.
Alte Pinakothek und FLUX
Ein nettes kleines Detail: Eigentlich war die Alte Pinakothek nicht als Fotolocation geplant. Wir fragten spontan beim Sicherheitsdienst, ob wir kurz hinein dürften. Für ein paar Hochzeitsbilder war das kein Problem.
Das FLUX bei der Pinakothek der Moderne war damals noch ziemlich neu. Mit kräftigen Farben, Spiegelungen, pinken Fensterrahmen und ungewöhnlichen Hintergründen konnten wir uns dort noch einmal kreativ austoben.
14:00 – Pfarrkirche St. Joseph (München)
Nach dem Paarshooting machten sich die beiden kurz frisch. Ich fuhr schon zur Pfarrkirche St. Joseph in München. So war ich vor den Gästen da, konnte Licht und Blickwinkel prüfen und mit dem Pfarrer absprechen, wo ich mich während der Trauung bewegen darf.
Wie geplant, hatten die Gäste beim Eintreffen des Brautpaars bereits ihre Plätze eingenommen. Zu den Klängen der Musik zog das Brautpaar ein – ein bewegender Auftakt für die Zeremonie. Mit diesem Moment wechselte auch meine Aufgabe: Vom Paarshooting ging es zurück zur Hochzeitsreportage.
Während der Trauung bewege ich mich möglichst unauffällig und leise durch die Kirche. So kann ich die großen Momente ebenso festhalten wie die kleinen Reaktionen: liebevolle Blicke, lachende Gäste, ein Tränchen bei der Mama, Ringtausch und Jawort.
Ich versuche, jeden Gast mindestens einmal zu porträtieren. So entdeckt ihr später auch Augenblicke, die euch während der Zeremonie entgehen – wer hinter euch lacht oder wem vor Rührung die Tränen kommen. Die Reaktionen der Kinder gehören ebenfalls zur Geschichte. Aus Rücksicht auf ihre Privatsphäre zeige ich diese Bilder hier nicht.
Ein kleines Spalier trotz Weinfest vor St. Joseph
Im Vorgespräch hatte mir die Braut erzählt, dass auf dem Vorplatz am Hochzeitstag ein Weinfest einer großen deutschen Partei stattfinden würde. Ein klassisches Spalier schien deshalb kaum möglich.
Vor Ort entdeckte ich den kleinen überdachten Vorplatz direkt an der Kirche. Dort war genug Raum: Die Gäste stellten sich in zwei Reihen auf und empfingen das Brautpaar nach der Trauung doch noch mit einem Spalier. Weil die beiden damit nicht mehr gerechnet hatten, wurde daraus eine besonders schöne Überraschung – und ein Moment, den sie in ihrer Reportage wiedererleben können.
15:30 – Aumeister im Englischen Garten: Sektempfang & Feier
Nach der Trauung ging es weiter in den Englischen Garten. Mit rund 3,76 Millionen Quadratmetern ist er Münchens größter Park und eine der größten innerstädtischen Parkanlagen der Welt.
Ganz im Norden des Englischen Gartens liegt der Aumeister. Das traditionsreiche Wirtshaus gibt es seit 1810. Früher bewirtete dort der königliche Aujägermeister Besucher des Englischen Gartens. Heute könnt ihr dort heiraten.
Gefeiert wurde im großen, offenen Pavillon des Aumeisters. Holzboden, Kronleuchter, weiß gedeckte Tische und der Blick ins Grüne gaben dem Raum einen festlichen Rahmen.
Besonders gefreut hat mich, dass unter den Gästen eine ehemalige Braut von mir war. Über sie waren die beiden auf mich aufmerksam geworden.
Vor dem Eintreffen der Gäste fotografierte ich den Pavillon mit seinen liebevoll hergerichteten Details.
Aus unserem großen Vorgespräch wusste ich, dass die Gastgeschenke – kleine Herzkekse und Marmeladengläschen – von den beiden Mamas selbst gemacht worden waren. So konnte ich die beiden später jeweils mit ihren Kreationen fotografieren und damit auch die Geschichte hinter diesem kleinen, aber doch wichtigen Detail festhalten.
Das große Gruppenbild lieber vor dem Regen
Da für später leichter Regen angekündigt war, haben wir uns entschieden, das große Gruppenbild etwas vorzuziehen. Dafür konnte ich mir vom Aumeister eine Leiter ausleihen und die Gruppe leicht von oben fotografieren, damit auch die hintersten Reihen gut zu sehen waren. Aber selbstverständlich gab es nicht nur ein großes Gruppenbild.
Gruppenbilder rund um den Aumeister
Im Vorgespräch bitte ich meine Paare immer, für den Hochzeitstag eine Liste mit den kleinen Gruppenkonstellationen vorzubereiten, die ihnen besonders wichtig sind. Während ich die aktuelle Runde fotografiere, können die Trauzeugen schon die nächsten Personen dazuholen. So entstehen eure Familien- und Freundesfotos zügig – und ihr habt mehr Zeit mit euren Gästen.
Tipp für eure Hochzeit: Gruppenbilder
Haltet die Liste überschaubar. Je weniger Konstellationen ihr auswählt, desto zügiger geht es – und desto mehr Zeit bleibt für eure Gäste. Bei sehr vielen Gruppen dauert die Runde auch mit guter Vorbereitung länger und fühlt sich schnell nach Pflichtprogramm an.
Um die Gruppenbilder visuell abwechslungsreich zu halten, gehe ich mit den einzelnen Grüppchen gerne immer wieder ein paar Meter weiter und nutze unterschiedliche Hintergründe. So bekommt ihr nicht gefühlt fünfzigmal dasselbe Gruppenbild mit nur wechselnden Personen.
Rund um den Aumeister gab es viele passende Hintergründe: den Pavillon, die Wiese, den Obstgarten und den Schwabinger Bach mit seiner kleinen Brücke. So wurde die Gruppenserie abwechslungsreich, ohne dass wir dafür lange Wege zurücklegen mussten.
Gästeshootings im Aumeister
Auch eure Gäste konnten mich während der Feier für eigene Porträts mit Partner, Familie oder Freunden ansprechen.
Eine Auswahl seht ihr in der Galerie.
So bleiben neben den großen Gruppenbildern auch die kleinen Verbindungen zwischen euren Lieblingsmenschen festgehalten.
Ihr plant eure Hochzeit im Aumeister oder an einer anderen Location in München? Erzählt mir von euren Plänen.
Hochzeit in München anfragenMädels-Shooting im Schwabinger Bach
Für das Mädels-Shooting hatte ich mir etwas Besonderes überlegt. Es war ziemlich heiß, also habe ich die Mädels mit zum Bach genommen und gefragt, ob sie Lust hätten, ihre Schuhe auszuziehen und ins Wasser zu steigen.
Ein Teil hatte Lust, ein Teil eher nicht. Die Lösung war ziemlich einfach: Wir haben zwei Reihen gebildet. Die vordere stand im Wasser, die hintere blieb an Land. Und da ich offenbar keine Angst vor nassen Füßen habe, bin ich auf die andere Seite ins Wasser und habe sie gebeten, zu versuchen, mich ordentlich nasszuspritzen. Damit war das Thema steife Gruppenfotos dann auch ziemlich schnell erledigt.
18:30 Dinner
Das Essen war serviert, und sowohl Gäste als auch Brautpaar hatten es sich bequem gemacht. Für mich ist das der perfekte Zeitpunkt, die Eheringe und den Hochzeitsstrauß zu fotografieren – denn seien wir ehrlich: Kauende Menschen sind nicht das optimale Fotomotiv.
Nahaufnahmen der Ringe und des Straußes sind schöne Erinnerungen an euren Hochzeitstag. Gerade bei den Eheringen finde ich das besonders schön: Ihr tragt sie vielleicht 50 Jahre oder länger. Mit der Zeit bekommen sie Kratzer und verändern sich. Meine Fotos halten fest, wie sie an eurem Hochzeitstag aussahen – damit diese Erinnerung bleibt, auch wenn die Jahre ihre Spuren hinterlassen.
Kreative Hochzeitsfotos im Englischen Garten
Als Überraschung für das Paar schnappte ich mir nach dem Essen die Trauzeugen und verschwand mit ihnen auf einen nahen Spielplatz. Dort nutzten wir das Kinderkarussell für eine alberne Bildserie, die dem Paar beim Anschauen hoffentlich ein Schmunzeln entlockt.
Nicht jedes Hochzeitsfoto muss romantisch oder ernst sein. Gerade solche Bilder mit den engsten Freunden passen oft viel besser zu den Menschen, die da wirklich vor der Kamera stehen.
Für das Männerbild stellten sich die Gäste mit ihren Bieren eng im Kreis um mich auf. Ich legte mich mit dem Fisheye auf den Boden und fotografierte nach oben. So entstand die ungewöhnliche Perspektive mitten unter den anstoßenden Gläsern.
Hochzeitsspiel und Hochzeitstorte im Aumeister
Beim Hochzeitsspiel konzentriere ich mich vor allem auf die Reaktionen: das Brautpaar beim Rätseln, lachende Gäste und die Blicke zwischen Freunden. So erzählen die Bilder später, wie ihr diesen Moment erlebt habt.
Die mehrstöckige Hochzeitstorte wurde mit Sternspuckern in den Pavillon gebracht und gemeinsam angeschnitten. Neben dem Anschneiden und gegenseitigen Füttern gehören für mich auch das Lachen und die Reaktionen drumherum zu dieser Erinnerung.
22:00 – Hochzeitsparty im Aumeister
Mit dem Eröffnungstanz änderte sich die Stimmung im Pavillon noch einmal. Danach füllte sich die Tanzfläche, und aus dem festlichen Abend wurde eine ausgelassene Party.
Auf der Tanzfläche lege ich großen Wert darauf, mich mitten unter euren Gästen zu bewegen – hautnah und mittendrin. So zeigen die Partybilder die Energie, wie sie sich angefühlt hat. Dafür nutze ich je nach Situation Blitz, längere Belichtungszeiten, extremen Weitwinkel oder auch das Fisheye.
Bei einer ganztägigen Hochzeitsreportage begleite ich euch ohne Zeitlimit. So bekommt ihr auch ausgelassene Bilder vom späten Abend.
Das Kartonbild: 20 Gäste, ein Karton – und am Ende EIN einziges fertiges Bild
Für diese Hochzeit hatte ich noch eine ziemlich aufwendige Idee vorbereitet: ein großes Karton-Shooting.
Dafür wurde ein großer Karton so aufgebaut, dass die offene Seite nach vorne zur Kamera zeigte. Von hinten konnten sich die Gäste wie in ein Fenster in den Karton hineinlehnen. Für die Fotos nutzten wir einen Blitz und die Gäste posierten mit verschiedenen Accessoires – zum Beispiel mit Getränken, Seifenblasen, den Gastgeschenken oder der Hochzeitszeitung.
Das eigentliche Bild entstand allerdings erst später am Rechner. Dort setzte ich die einzelnen Aufnahmen so zusammen, dass am Ende ein großer Karton mit vielen verschiedenen Fenstern und Gästen darin entstand.
So entstand ein gemeinsames Bild mit vielen kleinen Geschichten – eine Erinnerung, die das Paar und seine Gäste zusammen zeigt.
Fazit
Am Ende haben die beiden nach dem Aussortieren und der Bearbeitung – beides mache ich übrigens komplett manuell, ohne KI und ohne Filter – 1.323 fertige Hochzeitsbilder erhalten.
Vom Paarshooting in der Innenstadt über die Trauung bis zur Feier im Aumeister: Die Bilder zeigen nicht nur das Programm, sondern auch eure Gäste, kleine Begegnungen und die Details, die den Tag persönlich machen.
So könnt ihr später auch Augenblicke entdecken, die euch an eurem Hochzeitstag selbst entgangen sind – und den Tag noch einmal aus den Perspektiven eurer Familie und Freunde erleben.
Für mich hatte die Geschichte der beiden übrigens schon einige Wochen vorher begonnen: bei ihrer standesamtlichen Hochzeit in der Ruppertstraße. Die Reportage dazu findet ihr hier: Standesamtliche Hochzeit in München in der Ruppertstraße.
Ihr plant eure Hochzeit in München?
Ihr möchtet euren Hochzeitstag mit euren Gästen genießen und euch später an die vielen kleinen Momente erinnern? Ich begleite euch mit der Kamera, ganz ohne Zeitlimit bis zum Ende der Feier. Alle gelungenen Bilder bearbeite ich persönlich und ohne KI.
Wenn ihr euch für eure Hochzeit in München eine ganztägige Begleitung ohne Zeitlimit wünscht, findet ihr hier alle Informationen zu meiner Hochzeitsfotografie in München. Die Reportage kostet 2.400 € all-inclusive.
Erzählt mir über das Kontaktformular von eurem Datum, eurer Location und euren Plänen. Bei Pizza und Spezi lernen wir uns kennen und besprechen, was euch besonders wichtig ist. Wenn ihr lieber direkt schreibt, erreicht ihr mich auch per WhatsApp.
Ihr möchtet vorher noch mehr ganze Hochzeiten sehen? In meiner Galerie mit Hochzeitsreportagen findet ihr weitere Geschichten mit Paarshooting, Gästen und Feier.
„Wir wurden von Daniel und Angelika bei unserer standesamtlichen Hochzeit begleitet. Unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Es sind wunderbare Bilder entstanden. Daniel hatte wirklich einzigartige und kreative Ideen, um aus der Location alles rauszuholen. Auch unsere Gäste waren von den beiden begeistert und z.T. sprachlos über die tollen Ergebnisse.
Wir können das Team von Zsammgfasst uneingeschränkt weiterempfehlen und freuen uns schon, wenn sie uns bei unserer großen Hochzeit im Sommer wieder begleiten werden.
Ganz großes Lob!“
Google-Rezension dieses Brautpaars nach der standesamtlichen Hochzeit · 20.06.2025 · Name anonymisiert